Osteopathie in der Schwangerschaft
- 4. Juni
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Aktualisiert: vor 3 Tagen

Liebe Frauen, keine Frage, schwanger zu werden ist für viele von uns ein Herzenswunsch. Ich erinnere mich noch gut an meine erste Schwangerschaft. Dieses Gefühl, dass da plötzlich ein neues Leben in mir wächst, war wirklich wunderschön. Aber eben nicht nur. Heute habe ich zwei Teenager-Kinder, und wenn ich mit anderen Müttern über die Schwangerschaft rede, erzählen wir uns nicht nur von diesem „tollen, warmen Gefühl“, von dem man in den Illustrierten liest. Denn ehrlich gesagt: Manchmal war es nicht so toll. Manchmal war mir einfach nur übel.
Klar, Schwangerschaft kann unglaublich schön sein. Die ersten Bewegungen zu spüren, dieses kleine Klopfen von innen, ist etwas, das man kaum in Worte fassen kann. Es gibt Momente, in denen man innehält und denkt: das alles hier ist ein Wunder - und es passiert mir. Aber Schwangerschaft ist eben nicht nur wundervoll. Sie kann anstrengend sein. Der Körper verändert sich ständig. Müdigkeit, Rückenschmerzen, Wassereinlagerungen, Stimmungsschwankungen — all das gehört für viele Frauen dazu. Ich weiß noch, wie ich mich manchmal fremd in meinem eigenen Körper gefühlt habe. Dankbar und genervt zugleich. Glücklich und erschöpft. Alles auf einmal.
Schwangerschaft osteopathisch begleiten
Ich hatte diese für viele Frauen typischen Schwangerschaftsbeschwerden - und die begleiteten mich auch mindestens fünf der neun Monate. Neben den regelmäßigen Kontrolluntersuchungen beim Frauenarzt ging ich damals auch fast ebenso regelmäßig zu meiner Osteopathin. Diese Stunde tat mir einfach so gut und ich fühlte mich nach den Behandlungen im wahrsten Sinne des Wortes erleichtert.

Während der Schwangerschaft passt sich der Körper der Frau kontinuierlich an das wachsende Baby an. Diese Anpassungen betreffen nicht nur den Bauch, sondern auch die Wirbelsäule, das Becken und die inneren Organe. Die hormonellen Veränderungen führen zu einer Lockerung der Bänder, was die Stabilität der Gelenke beeinflussen kann. Dadurch entstehen oft Beschwerden.
Häufige Beschwerden in der Schwangerschaft
Rückenschmerzen und Ischiasbeschwerden
Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Problemen während der Schwangerschaft. Das zunehmende Gewicht des Babys verlagert den Körperschwerpunkt nach vorne, was die Wirbelsäule belastet. Verspannungen und Fehlhaltungen können Schmerzen verursachen, die bis ins Bein ausstrahlen – ein typisches Zeichen für Ischiasbeschwerden.
Beckenschmerzen und Symphysenlockerung
Das Becken spielt eine zentrale Rolle in der Schwangerschaft. Die hormonelle Lockerung der Bänder bereitet es auf die Geburt vor, kann aber auch Schmerzen verursachen. Besonders die Symphyse, die Schambeinfuge, ist oft betroffen. Schmerzen beim Gehen, Stehen oder Drehen sind typische Symptome.
Kopfschmerzen und Verspannungen
Viele Schwangere leiden unter Kopfschmerzen, die durch Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich entstehen. Die veränderte Körperhaltung und hormonelle Schwankungen können diese Beschwerden verstärken.
Verdauungsprobleme und Sodbrennen
Die wachsende Gebärmutter drückt auf den Magen und Darm, was zu Verdauungsproblemen und Sodbrennen führen kann. Osteopathie unterstützt die Beweglichkeit der inneren Organe und fördert die Entspannung des Bauchraums.
Nach zwei eigenen Schwangerschaften und vielen Jahren als Osteopathin für Schwangere kann ich sagen: Jede Frau erlebt diese Zeit anders. Manche blühen regelrecht auf, andere kämpfen sich durch jeden Tag. Beides ist gut und richtig. Es gibt keine perfekte Schwangere. Es gibt nur Frauen, die ihr Bestes geben. Ich als Osteopathin möchte dazu beitragen, dass Sie diese einmalig schöne, anstrengende und anspruchvolle Zeit möglichst aus vollem Herzen genießen können.
Ihre
GIna Muresan




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